Maika von 2002 - 2009

Mit Ihr fing alles an...

gestorben am 21.02.2009

Ich bekam meine Haflingerstute Maika am 02.08.2002 von meinen Eltern geschenkt. Sie war zu dieser Zeit 6 Jahre alt und noch roh. Leider hatte ich zu dieser Zeit auch noch nicht viel Ahnung vom reiten und so fing ich an, viele Bücher zur Ausbildung eines Pferdes zu lesen. Gesagt getan und schon gings los. Anfangs hab ich Maika viel longiert, ihr Schritt, Trab und Galopp beigebracht. Später dann, nach ca. einem Jahr, fing ich dann an sie langsam anzureiten. Ich lernte von Maika und sie von mir. Ca. 2 Jahre später kaufte ich mir dann noch einen Tinker zu meinem Haflinger dazu und bekam so auch einen neue Freundin, die damals 15 jährige Tina, die mir ab diesem Zeitpunkt viel mit den beiden Pferden half. 

 

Zusammen lernten wir Maika unter dem Sattel das galoppieren mit Reiter, was Anfangs gar nicht so leicht war, denn zum aussitzen war sie schrecklich, wie eine Nähmaschine. Doch auch dies ging mit viel Übung immer besser. Aber das war nicht die einzige schwierige Hürde, die wir mit Maika durch machten, denn es sellte sich heraus, dass sie total schreckhaft war. Beim reiten in der Halle ist sie in jedem Eck erschrocken und dann immer wie auf Zehenspitzen gegangen. Dies machte das Reiten mit ihr nicht gerade bequem. Einmal weiss ich noch, als sie brechendes Eis gehört hatte und in der Halle durchging, das war vielleicht ein Schock für mich, ich hatte alle Hände voll zu tun, sie zu bremsen. Aber ich habe mir immer in Gedanken gesagt, ich werde nicht runterfallen. Maika lief ca. eine halbe Runde im Galopp mit mir oben drauf in der Halle, bis sie dann auf einen Schlag von meinen rufen stehen blieb. Da war ich vielleicht erleichtert. 

Unseren ersten Spaziergang im Gelände werden Tina und ich wohl nie vergessen, als Maika ein Gewicht für einen Traktor gesehen hat und so davor erschrocken ist, dass sie zum Glück nicht gleich davon gelaufen ist, aber sie hat sich dabei benommen wie ein Hengst der eine rossige Stute sieht. Sie bekam einen ewig langen Hals, aufgeblähte Nüstern und eine mega Atmung, dass wir Angst hatten die fällt uns gleich um. Nach einiger Zeit hatte sie sich dann beruhigt und wir konnten weiter gehen. Ab diesem Zeitpunkt an hatte ich große Bedenken, ob wir sie jemals sicher im Gelände reiten könnten. 

Später als ich dann mehr mit meinem Tinker arbeitete, ritt Tina mehr Maika, was für die Arme nicht immer leicht war. Ich konnte schon gar nicht mehr mitzählen, wie oft Tina von der Maika runter gebuckelt wurde. Wobei man auch dazu sagen muss, dass sie das bei mir nie gemacht hat. 

An einmal erinnere ich mich noch mit einem schmunzeln, als unsere Halle leider so über nässt war. Tina wollte auf Maika reiten und als die beiden so ne Zeitlang im Schritt auf dem Hufschlag gingen, fing auf einmal unser früherer Stallbesitzer an, hinter der Halle, Holz mit einer Kreissäge zu schneiden. Unsere arme Maika, ja sowieso so schreckhaft, fing an loszulaufen und die länge der Halle hindurch zu buckeln, bis Tina schließlich auf der Hälfte mit einem kräftigen "PLATSCH" in den Dreck fiel. Anfangs wusste ich gar nicht ob ich weinen oder lachen sollte. Erst als Tina aufstand und sagte, dass es ihr gut ginge, fing ich laut hals an zu lachen. 

 

Ein anderes mal, waren wir nur zum Spass in der Halle um ein wenig ohne Sattel zu reiten. Tina (unser Versuchskaninchen) wollte dann unbedingt einen toten Mann auf Maika probieren und hängte sich seitlich an das Pferd. Anfangs ging sie super brav und wir freuten uns schon, bis dann draußen ein Kleiner Junge mit seinem Bobby Car vorbei fuhr. Jeder der das Fortbewegungsmittel kennt, weiß wie laut das sein kann. Maika natürlich wieder erschrocken und fing gleich an mit der dranhängenden Tina loszugaloppieren. Die sprang dann unterm galoppieren ab und rannte noch einen Zeitlang mit den Zügeln in der Hand neben der galoppierenden Maika her, bis diese sich beruhigt hatte. 

 

So verging die Zeit, bis wir uns ans erste richtige galoppieren machten. Natürlich musste wieder die arme Tina dran glauben, da ich ja leider nicht so viel Übung darin hatte wie sie. Gesagt - getan, aber nicht so ganz einfach wie gedacht. Tina fing normal an zu reiten, etwas aufwärmen, dann ein wenig trab, danach wollte sie angaloppieren. Tina gab ihr Zeichen mit dem Fuß und rief noch dazu "Galopp". Doch Maika verstand dies leider nicht so wie wir erhofft hatten und trabte nur noch schneller. Tina kam sich vor als ob sie eine Nähmaschinen - Nadel wäre.  So probierte sie es noch mal in dem Tempo, drückte noch mal und rief "Galopp" und siehe da, sie galoppierte. Leider zu Anfangs nur um ein Hindernis, dass in der Mitte der Halle stand, doch mit viel Geduld und Übung wurde auch dies besser.

Ich kann mich noch sehr gut erinnern, als ich mein erstes mal richtig mit Maika galoppiert bin, es war am Ostermontag. Das Spielchen mit der Nähmaschine machte sie zwar immer noch, aber zumindest galoppierte sie schon im Hufschlag um die Halle. Meine Haltung und meinen Sitz, ebenso wie meine Fersen die zu weit hochgezogen waren, durfte man natürlich nicht beachten, aber alles in allem war es ein super Gefühl. 

 

Dann kam die Zeit als wir mit unserem alten Stall leider nicht mehr zufrieden waren. Die Gatter von den Toren waren öfter offen gestanden, so dass meine Pferde allein im Hof rumspazierten. Zum Glück sind sie nicht auf die Straße gelaufen. Nicht begeistert über so eine Unachtsamkeit  suchte ich einen neuen Stall für meine zwei Damen. Fündig geworden bin ich dann ganz in der Nähe, nicht so weit weg wie der alte Stall. Tina hat den Stall dann mit mir inspiziert und war begeistert. So zogen  wir dann im Oktober 2004 um. Meine neue Stallbesitzerin hat die Pferde mit Ihrem Hänger und unserer Hilfe abgeholt. 

Anfangs wollt zwar Maika nicht so in den Hänger, aber da sie schon immer sehr verfressen war, haben wir sie mit einer Karotte in den Hänger gelockt. Im Stall angekommen, luden wir erst Biddy aus, da diese rückwärts aus dem Hänger geht. Danach kam Maika an die Reihe. Wir haben das Mittelteil vom Hänger auf die Seite geschoben und nun konnte sie mit aller Ruhe vorwärts aussteigen und war glücklich da sie in der Box gleich was zu fressen fand. 

 

 

 

 

04.02.12 Neues Helferlein online.